Experiment '69 - Der Wilhelm-Morgner-Preis für experimentelle Kunst 1969

Seit 1953 wird in Soest der Wilhelm Morgner-Preis verliehen. Anfangs war der Kunstpreis nur regional ausgeschrieben. 1969 wagte man eine Zäsur. Der regionale Bezug wurde
aufgehoben und eine Altersgrenze bei 35 Jahren festgelegt. Sachverständige schlugen Kandidat*innen vor und „experimentelle Kunst“ war bereits im Titel ausdrücklich erwünscht.
Renate Weh, einzige Teilnehmerin der insgesamt 34 Auserwählten, gewann den mit 5000 DM dotierten Preis: eine mutige Entscheidung der Jury für eine Künstlerin, ein ephemeres Werk und ungewohnte Werkprozesse. Die Verantwortlichen schraubten aufgrund der heftigen Angriffe die progressive Satzung zurück. Damit trat ein, was der Kunstredakteur und Künstler Klaus-Jürgen Fischer bereits kurz nach Beendigung der Ausstellung befürchtete: „Drohungen gegen Rat und Verwaltung nahmen einen Tenor an, der fürchten läßt, daß der Rat der Stadt Soest den Mut verliert, diese wichtige Institution des Kunstpreises in der augenblicklichen Form aufrecht zu erhalten.“
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens blickt das Museum Wilhelm Morgner auf seine Vorgeschichte zurück: Mit einer Retrospektive zu Renate Weh, einer Rückschau auf den skandalumwitterten Kunstpreis 1969 und einer experimentellen Videokunstausstellung.
In EXPERIMENT ’69 sind einzelne Künstler*innen der damaligen Ausgabe des Wilhelm Morgner-Preises zum Teil mit den damals gezeigten Arbeiten vertreten. Vor dem Hintergrund aktueller Kunst- und Kulturdebatten erinnert die Ausstellung daran, dass die Kunst Freiräume und das Bekenntnis zum Experiment braucht.
Mit Dank an Thomas Drebusch, Kurator der Ausstellung, an die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sowie die Leihgeberinnen und Leihgeber: Kunstmuseum Ahlen, Galerie Rupert Pfab, Galerie d’Hamé, Stiftung Konzeptuelle Kunst, Künstler:innenarchiv der Stiftung Kunstfonds, WDR-Archiv Köln, Stadtarchiv Soest u. v. m.
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Hellweg-Lippe und des Fördervereins Wilhelm Morgner e.V.
aufgehoben und eine Altersgrenze bei 35 Jahren festgelegt. Sachverständige schlugen Kandidat*innen vor und „experimentelle Kunst“ war bereits im Titel ausdrücklich erwünscht.
Renate Weh, einzige Teilnehmerin der insgesamt 34 Auserwählten, gewann den mit 5000 DM dotierten Preis: eine mutige Entscheidung der Jury für eine Künstlerin, ein ephemeres Werk und ungewohnte Werkprozesse. Die Verantwortlichen schraubten aufgrund der heftigen Angriffe die progressive Satzung zurück. Damit trat ein, was der Kunstredakteur und Künstler Klaus-Jürgen Fischer bereits kurz nach Beendigung der Ausstellung befürchtete: „Drohungen gegen Rat und Verwaltung nahmen einen Tenor an, der fürchten läßt, daß der Rat der Stadt Soest den Mut verliert, diese wichtige Institution des Kunstpreises in der augenblicklichen Form aufrecht zu erhalten.“
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens blickt das Museum Wilhelm Morgner auf seine Vorgeschichte zurück: Mit einer Retrospektive zu Renate Weh, einer Rückschau auf den skandalumwitterten Kunstpreis 1969 und einer experimentellen Videokunstausstellung.
In EXPERIMENT ’69 sind einzelne Künstler*innen der damaligen Ausgabe des Wilhelm Morgner-Preises zum Teil mit den damals gezeigten Arbeiten vertreten. Vor dem Hintergrund aktueller Kunst- und Kulturdebatten erinnert die Ausstellung daran, dass die Kunst Freiräume und das Bekenntnis zum Experiment braucht.
Mit Dank an Thomas Drebusch, Kurator der Ausstellung, an die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sowie die Leihgeberinnen und Leihgeber: Kunstmuseum Ahlen, Galerie Rupert Pfab, Galerie d’Hamé, Stiftung Konzeptuelle Kunst, Künstler:innenarchiv der Stiftung Kunstfonds, WDR-Archiv Köln, Stadtarchiv Soest u. v. m.
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Hellweg-Lippe und des Fördervereins Wilhelm Morgner e.V.
Eintritt: 5,00 €
Weitere Termine
- Dienstag, 2. Juni 2026, 13.00 Uhr
- Mittwoch, 3. Juni 2026, 13.00 Uhr
- Freitag, 5. Juni 2026, 13.00 Uhr
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- Freitag, 19. Juni 2026, 13.00 Uhr
- Dienstag, 23. Juni 2026, 13.00 Uhr
- Mittwoch, 24. Juni 2026, 13.00 Uhr
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- Freitag, 3. Juli 2026, 13.00 Uhr
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- Mittwoch, 8. Juli 2026, 13.00 Uhr
- Freitag, 10. Juli 2026, 13.00 Uhr
- Dienstag, 14. Juli 2026, 13.00 Uhr
- Mittwoch, 15. Juli 2026, 13.00 Uhr
Datum/Uhrzeit
Dienstag, 23. Juni 2026
13:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Museum Wilhelm Morgner
Thomästraße 1
Soest
Veranstalter
Stadt Soest
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