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In Anwesenheit des Filmemachers Jean-Marie Vinclair und Eve Vinclair-Berkemeier.

Als der Filmemacher Jean-Marie Vinclair 2005 die Enthüllung der Gedenktafel für Raymond Vinclair auf dem nach ihm benannten Platz filmte, war er fassungslos: Warum war dieser Verwandte, der im Zweiten Weltkrieg in Deutschland als Märtyrer gefallen war, seiner eigenen Familie unbekannt? Einige Jahre später, als der Filmemacher mit einer Deutschen verheiratet und Vater zweier Söhne war, verfolgte ihn der Schatten Raymonds, und das Rätsel blieb bestehen. Eltern und Kinder begeben sich auf die Suche nach dem Faden dieser verlorenen Erinnerung.
„Ich hatte Angst, mich dem Schweigen meiner Familie zu stellen. Aber diese Geschichte fand mich, ohne dass ich danach gefragt hätte. Ich muss sie einfach erzählen“, berichtet der Filmemacher. Sein Großonkel Raymond Vinclair war während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter bei der Reichsbahn in Osnabrück gewesen. Der Franzose hatte Kriegsgefangenen bei der Flucht geholfen, wurde entdeckt und verhaftet. Er kam zunächst in Gefängnis Berlin-Plötzensee und wurde dann im Zuchthaus Brandenburg-Görden mit dem Fallbeil hingerichtet. 8 SEKUNDEN dauerte sein Tod laut Vollstreckungsbericht.

Deutsch & französisch mit dt. Untertiteln.
Dokumentarfilm, FR, 2021, 79Min.
Altersfreigabe: keine Angabe
Sprache: D / OmU
Darsteller:

Regie: Jean-Marie Vinclair
Standard

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Datum/Uhrzeit
Sonntag, 17. Mai 2026
17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Ulrichertor 4
Soest

Telefon: Büro: 02921-31101; Tageskasse: 02921-13939
kino@schlachthof-soest.de

Veranstalter
Ulrichertor 4
59494 Soest

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